Botswana 2013 – Der Chobe und das Boot

Heute geht es also in die Kubu Lodge bei Kasane in Botswana. Ich wache wie immer früh auf und trinke erst mal einen Kaffee auf der Terrasse in Gegenwart von einigen Affen. Zum Frühstück gibt es dann um 8:45 ein leckeres Omelett bevor wir die Fahrt nach Kasane und somit Botswana antreten. Um 11:15 ist Abfahrt und wir wollen vorher noch schnell das Essen begleichen. Visa funktioniert immer noch nicht… wir gehen zum Automaten… auch da Fehlanzeige. Somit bleibt uns nichts anderes übrig als die Visadaten auf einem Papier zwecks Abbuchung zu hinterlassen. Ganz wohl ist uns nicht dabei.

Wir steigen in den kleinen Bus, der uns die nächsten 1,5 Stunden durch den Busch über die Kazungula Road nach Botswana bringen soll. Das Gepäck wird im Anhänger verstaut. Hummeldum =) Elli hat ein dickes Knie durch den Flug und so setzen wir uns in die letzte Reihe und harren der Dinge, die da kommen.

An der Grenze nach Botswana angekommen müssen wir natürlich mit unseren Schuhen erst mal durch ein Kalkbad gegen Maul und Klauenseuche. Alles kein Problem. Wir kommen zügig durch. Erst danach dürfen wir nach Botswana einreisen. Dank des Fahrers ist das alles sehr unproblematisch. An der Grenze selber ist ziemlich viel los. LKWs ohne Ende die nach Botswana oder Zimbabwe wollen. Hier werden dann auch die Fahrzeige gewechselt. Wir steigen in Safariwagen und werden damit dann zur Lodge befördert.

 

d71_0807 Einige Minuten später kommen wir an der Lodge an und buchen schnell die 3 Aktivitäten. Wir einigen uns auf 2 Gamedrives und eine Boarcruise. Danach gibt es Mittag aber ausser einem Salat bekomme ich bei der Hitze einfach nix rein. Ich nehme mit meinem Bruder das Chalet Nummer 10, meine Eltern die 6. Das Anwesen ist direkt am Chobe gelegen auf den man aber keinen direkten Blick hat, da am Ufer viele Bäume stehen. Einen schöneren bzw direkten Blick hat man von der Terrasse des Restaurants. Überall laufen Warzenschweine und Chobeböcke herum die offensichtlich an die Menschen gewöhnt sind und keinerlei Scheu zeigen.

 

Am Nachmittag treffen wir uns dann zum Game Drive. Unser Fahrer und Guide heisst Eliott. Bis zum Parkeingang sind es ca 15 Minuten Fahrt. Wir sind mit 2 Autos unterwegs was den Vorteil hat, dass die Mittelplätze frei sind und jeder genug Platz und gute Sicht haben wird. Es ist recht winding daher kann es mit Sichtungen evtl. eng werden. Die Tiere mögen Wind nicht. Eliott beschliesst mit uns die Rivertour zu fahren da dort die Chancen besser stehen. Er behält recht. Kaum am Fluss angekommen die ersten grossen und kleinen Elefanten, viele Wasserbüffel und eine junge Giraffe, die wohl ahnt das wir Fotos machen wollen und sich immer hinter einem Baum versteckt. Wo wohl ihre Eltern sind. Als es anfängt zu regnen ziehen wir schnell die Ponchos an und der Sundowner wird zum Raindowner auf den Wagen. Wir fahren zurück zur Lodge und überbrücken die Zeit bis zum Essen mit einem Gintonic. Das Essen in der Kubulodge ist sehr lecker, es gibt Hünchenleberwurst und als Hauptgericht Schweinemedallions.

Danach heisst es aber schon wieder ins Bett gehen, da wir morgen früh um 5:30 den Morning Gamdrive mitmachen wollen in der Hoffnung das dann das Wetter besser ist und wir mehr Tiere sehen werden.

 

Gesagt getan stehen wir am nächsten Morgen früh auf und machen uns mir 4 anderen Deutschen um 6:00 auf den Weg in den Park. Heute wollen wir die Löwen, die Eliott am Vortrag gesehen hat suchen. Langsam geht die Sonne auf und taucht die Umgebung in ein wundervolles Licht. Diese Farben muss man selber mit eigenen Augen gesehen haben! Wir kommen am Chobe vorbei und dort stehen einige Autos.

d71_0928 Eine Herde Wasserbüffel geht nur ein paar Meter vom Wagen entfernt am Wasser lang. Ich mache ein paar Fotos und dann gehts weiter auf Löwen“jagd“. Wir fahren und fahren und plötzlich sehen wir bzw Eliott – man hat der gute Augen – die Löwen in ca 200m Entfernung. Die zwei Weibchen liegen vollgefressen unter einem Busch und machen keinerlei Anstalten sich zu bewegen. Schade…

Nun müssen wir uns langsam auf den Rückweg machen damit wir das Frühstück in der Lodge nicht verpassen. Für einen kurzen Zwischenstopp ist aber noch Zeit. Einer der Mitfahrer macht Geocaching und in einem verlassenen Dorf gibt es so einen Platz. Alle suchen den Punkt und Eliott versteht nicht so ganz was das werden soll. Die kleine Dose mit dem Logbuch liegt gut versteckt unter einem Dornenbusch.

 

Jetzt aber zügig! Ich will frühstücken. In der Lodge gibt es auf der Terrasse dann Spiegeleier mit Speck und danach haben wir Leerlauf bis zum Nachmittag. Ich kämpfe noch etwas mit dem Slider und mache eine Testaufnahme am Ufer des Chobe. Wir treffen uns wieder auf dem Parkplatz um uns auf den Weg nach Kasane zu machen. Es steht ein Boatcruise auf dem Programm. Da ich mir nicht sicher bin was das für Boote sind nehme ich nur eine Kamera und das 70-200mm Objektiv mit. Als wir ankommen stellt sich raus das ich auch mehr hätte mitnehmen können.

Wir sind mit 6 Leuten an Board und haben alles wieder super viel Platz. Nach dem Ablegen bekommen wir eine kurze Einweisung und fahren dann zum „Parkeingang“. Der Chobe teilt sich in 2 Kanäle auf. Der Eine liegt auf botswanischer Seite und der Andere auf namibischer.

Am Ufer sehen wir ein junges Krokodil, das keinerlei Scheu zeigt und so halten wir keine 2 Meter von ihm entfernt damit ein paar Fotos gemacht werden können. Da der Fluss auch zum Nationalpark gehört müssen wir uns natürlich eintragen. Das übernimmt der Fahrer für uns. Auf dem Chobe sind sehr viele Boote unterwegs darunter auch richtig grosse auf denen sich die Massen tummeln. Ich bin sehr froh das wir unser eigenes, kleines Boot haben.

Immer wieder sehen wir Vögel, die sich aber nur sehr ungerne fotografieren lassen und reiss aus nehmen. d71_0942

Eine Herde Elefanten tummelt sich am Ufer und die Boote lassen nicht lange auf sich warten. Wir suchen uns eine gute Stelle und beobachten die wunderschönen Tiere. Als es immer voller wird fahren wir weiter und sehen im Wasser einige Flusspferde, die ihr Maul aber einfach nicht aufbekommen wollen. Unser Fahrer hat teilweise gut mit dem Wind zu kämpfen und so treiben wir des Öfteren ins Gegenlicht was das Filmen und Bilder machen nicht gerade vereinfacht. Wir „ankern“ in einer kleinen Bucht da wir eine Familie von Flusspferden ausgemacht haben, die genau in unsere Richtung laufen. Ja, laufen. Das Wasser ist hier maximal einen Meter tief. Die Tiere kommen keine 5 Meter von unserem Boot entfernt vorbei und es wird ein bisschen hektisch, da ja jeder ein Foto machen oder filmen möchte.

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Wir geniessen den wundervollen Sonnenuntergang und wieder macht die Kamera „klick, klick“. Jetzt heisst es aber langsam den Rückweg antreten, da man nach Dunkelheit nicht mehr im Nationalpark bzw. auf dem Wasser sein darf. Das wissen wohl alle, denn auch die anderen Boote nehmen Fahrt auf und brettern förmlich zurück zu ihren Anlegestellen. Am Steg wartet schon der Fahrer auf uns, der uns zurück in die Lodge bringt, wo wir dann gegen 18:30 ankommen und ich schon mal meine Tasche packe, da es ja morgen von Kasane in die Savute Safari Lodge geht. Bin echt gespannt ob ich umpacken muss, da ich ja doch mehr Gepäck dabei habe als in den kleinen Buschfliegern erlaubt ist.

Wir gehen zum Essen, das wieder wirklich lecker ist und um 22:30 schlafen wir dann und verarbeiten die Eindrücke. Ich kann den Boatcruise nur jedem Urlauber wärmstens empfehlen da es Mega entspannend und ein komplett anderes Erlebnis ist als die GameDrives.

 

Ich wünsche euch allen einen schönen dritten Advent und bis zum nächsten Mal!

Euer Michael

 


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