Botswana 2013 – Psychoelefant im PomPom Camp

Heute geht es in das PomPom Camp auf das ich mich am Meisten freue. Wir frühstücken ganz gemütlich und bestellen wieder Spiegeleier mit Speck da wir die Einzigen sind und alle Zeit der Welt haben. Unser Transfer geht erst um 12:15 und so packen wir nach dem Essen in Ruhe unsere Taschen. Wir werden sehr herzlich mit einem kleinen Ständchen verabschiedet. Auch wenn das Khwai Tented Camp ziemlich rustikal ist so sind die Angestellten dort mega nett und super freundlich. Am Airstrip wartet schon die kleine Cessna GA8, die uns in 30 Minuten zum PomPom Camp bringen wird. Es ist wieder sehr beeindruckend wie sich die Landschaft verändert. Immer mehr Wasserflächen tauchen auf. In der Ferne sehen wir einige Buschfeuer. Am Airstrip wartet schon unser Guide Eliott auf uns und wir schmeissen unsere Taschen in den Safariwagen und brechen auf in das 5 Minuten entfernte PomPom Camp. Es liegt an einer eigenen Lagune mit einigen Flusspferden, die die ganze Zeit ihr Grunzen von sich geben. Ich mag dieses Geräusch sehr.

 

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Dort angekommen teilt und Eliott mit das wir doch bitte aufpassen sollen. Der Grund ist schnell gefunden. Ein Elefant steht direkt am Pool vor einem Zelt und futtert gemütlich einige Früchte. Wir hören soll dieser etwas aggressiv sein. Dies bekommen wir auch sofort live mit denn ein anderer Gast geht den kleinen Sandweg entlang und sofort trötet der Elefant los. Man hat der Tourist einen Sprung gemacht =) Wir gehen zur Bar wo wir unsere Einweisung bekommen. Mit uns ist noch ein anderer Deutscher von der Partie. Andreas heisst er. Wir trinken unsere Drinks und dann werden Christian und ich zum Zelt gefahren. Elli und Rainer müssen wegen dem Elefant noch warten da er direkt vor deren Zelt steht. Als wir die Veranda betreten wird schnell klar warum dieses Camp eins der teuersten ist. Wow das ist mal ein krasser Unterschied zum Khwai Tented Camp. Wir sind ein wenig irritiert wie man in einem Zelt einen solchen Luxus unterbringen kann.

 

Nachdem wir alles ausgepackt haben gehen wir zurück zum Haupthaus da es bald Zeit für Kaffee ist und dann geht es natürlich auf Gamedrive. Beim Kaffee treffen wir auch alte Bekannte. Die Deutsche Familie von der ich schon erzählte. Wir fahren mit mehreren Wagen los damit die Mittelreihen frei bleiben und jeder genug Sicht auf die Tiere hat. Diese sind leider etwas rar auf der Tour. Den Anfang machen einige Gnus mit Jungtieren. Leider sind diese Tiere sehr scheu und rennen sofort davon als sie den Wagen sehen. Wir fahren weiter und suchen die Löwen, die gestern gesichtet wurden.

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Auf dem Weg dorthin begegnet uns ein junger Elefant, der offensichtlich etwas gegen uns hat. Jedes Mal wenn wir weiter fahren kommt er laut schnaubend hinter uns her. Wir taufen ihn Psychoeli. Stoppen – Fahren – Stoppen – Fahren. Dieses Spiel machen wir ein paar Minuten mit. Ganz wohl ist uns dabei nicht, denn der Psycho ist nicht weit vom Auto entfernt. Dann gibt er endlich auf und läuft seiner Familie hinterher. Plötzlich ist er weg und man sieht nur noch einen grauen Berg in der Savanne. Anscheinend ist er da wohl etwas zu schnell gewesen und hat sich volles Programm auf die Nase gelegt. Selbst Schuld du Psycho.

Wir fahren weiter und suchen die Löwen. Eliott sieht in einiger Entfernung ein Weibchen gefolgt von zwei männlichen Löwen. Laut unserem Guide sieht es so aus als würde sie die Männchen von ihren Jungen ablenken wollen, da diese sie sonst eventuell töten würden. Wir fahren langsam hinterher und eins der Männchen läuft ganz gemütlich vorweg keine 10 Meter von unserem Wagen. Das Weibchen legt sich nach 10 Minuten Spaziergang durch die Savanne auf eine kleine Anhöhe und schaut durch die Gegend.

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Der Wind hat aufgefrischt und wir machen uns auf den Weg um zu schauen ob wir die Jungen finden. Leider macht das Okavango Delta uns einen Strich durch die Rechnung denn recht schnell kommen wir wegen dem Wasser nicht mehr weiter. Unseren Sundowner geniessen wir auf einer offenen Fläche an einem kleinen Wasserloch. Um uns herum sieht man Gewitter und in der Ferne donnert es ganz schön. Ich unterhalte mich etwas mit Andreas, der wie sich rausstellt halb beruflich unterwegs ist. Er arbeitet für ein Reiseunternehmen und es gab einige Beschwerden über das PomPom, die er hinterfragen sollte.

 

Zurück im Camp gibt es dann auch schon Essen. Die ganzen Gäste und Guides sitzen an einem langen Tisch und wie immer gilt: „Ladys first“. Christian bekommt sein spezielles Essen als Vegetarier und alle anderen machen sich über das sehr reichhaltige Buffet her. Für morgen haben wir noch eine Mokoro Tour gebucht und so geht es dann auch bald ins Bett. Am nächsten Morgen wache ich früh auf und sehe Schatten über die Veranda huschen. Diese Schatten sind Affen, die über alle Zelte laufen und Früchte in den Bäumen essen. Das nenne ich mal Natur. Die Affen gehen, der Angestellte mit dem Kaffee kommt. Wie vereinbart werden wir mit eine Kanne Kaffee geweckt damit auch niemand die Tour im Einbaum verschläft. Das nenne ich mal Service, Respekt! Ich springe schnell unter die openair Dusche und dann gehts auch schon los. Die insgesamt 4 Mokoros sind wieder aus Fieberglas was aber nicht weiter stört. Langsam kommt die Sonne raus und es wird ganz schön warm.

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Umso erfreuter sind wir als wir auf der kleinen Insel ankommen auf der die Pause gemacht wird. Die Poler haben an alles gedacht. Leckeres Gebäck, Kaffee, Softdrinks und sogar einen Klapptisch haben sie irgendwie in die kleinen Boote bekommen. Auf dem Rückweg wird es dann Zeit die Sonnenschirme auszupacken denn mittlerweile brennt die SOnne mit voller Härte auf uns nieder. Wir fahren durch die Hippohighways zurück zum Anleger. Diese Mokorotour hat mir um Einiges besser gefallen als die Erste die wir gemacht haben.

 

Zurück im Camp geniessen wir den Nachmittag ganz gemütlich. Elli und Rainer entspannen am Pool während Christian und ich auf dem Chalet sind, dem Grunzen der Flusspferde lauschen und chillen. Um halb Sechs machen wir uns fertig und setzen uns an das entfachte Lagerfeuer mit einem Gintonic und geniessen den Sonnenuntergang. Meine Kamera steht in einiger Entfernung und nimmt einen Zeitraffer auf.

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Als die anderen Gäste vom Gamedrive kommen ertönen auch bald die Trommeln die zu einem leckeren Abendessen rufen. Danach setzen wir uns noch ein wenig ans Lagerfeuer und trinken das ein oder andere Bierchen, geniessen den letzten Abend in der wundervollen Atmosphäre des Okavango Deltas.

Morgen machen wir uns dann zeitig auf den Weg nach Maun um dort von Uli oder Heike abgeholt zu werden. Die Beiden sind die Betreiber der Dombo Farm wo wir die letzten Tage des Urlaubs verbringen werden.


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